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  • Thema des Monats: Zusammenarbeit mit Eltern

    Die Zusammenarbeit mit Eltern nimmt in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung eine bedeutsame Rolle ein. Denn arbeiten Kitas und Tagespflegepersonen mit Eltern zusammen, fördern sie eine gelebte Erziehungspartnerschaft - ganz zum Wohl der Jüngsten. mehr


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Konsultationskitas: Fragen & Antworten

Im Rahmen des Bundesprogramms „Offensive Frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“ können die rund 4.000 Schwerpunkt-Kitas ihr Interesse für eine Teilnahme an der Qualifizierungsoffensive „Sprachliche Bildung und Förderung für Kinder unter Drei“ bekunden. Diese Kitas absolvieren eine etwa einjährige praxisbegleitende Teamqualifizierung und setzen das Konzept „Die Sprache der Jüngsten entdecken und begleiten“ des Deutschen Jugendinstituts im pädagogischen Alltag um. Nach Abschluss der Qualifizierung können die Einrichtungen die Arbeit als Konsultationskita aufnehmen.

Mechthild Laier und Katrin Pischetsrieder vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) beantworten Fragen rund um die Arbeit der Konsultationskitas.

  • Was sind die Aufgaben einer Konsultationskita?

    Ganz allgemein: Konsultationskitas beraten und informieren über die Umsetzung des DJI-Konzepts.

    Konkret bedeutet das, dass die Konsultationskitas transparent machen, wie sie das DJI-Konzept im Alltag umsetzen. Im Mittelpunkt steht der Prozess der Umsetzung. Kitas berichten z. B. von erfolgreichen Umsetzungsschritten, aber auch von Hürden und Herausforderungen im Prozess, und wie sie diese gemeistert haben. Konsultationskitas zeigen außerdem, wie die sprachpädagogische Arbeit durch das DJI-Konzept erweitert wird, und beraten andere Einrichtungen bei der konkreten Umsetzung des DJI-Konzepts.

    Die Einrichtungen bieten die Konsultation in unterschiedlichen Formen an. Am gängigsten sind Hausrundgänge und Hospitationen, möglich sind darüber hinaus z. B. auch Fachnachmittage, Präsentationen in anderen Einrichtungen, Teilnahme an Teamsitzungen in anderen und eigenen Einrichtungen, Diskussionsrunden oder Netzwerkarbeit.

    Jede Kita hat andere Rahmenbedingungen: Die Kitas arbeiten nach unterschiedlichen Konzepten und die Teams haben unterschiedliche Interessen. So setzt auch jede Konsultationskita eigene Themenschwerpunkte und geht ihren individuellen Weg. Konsultationskitas können vertieft über die Vermittlung der DJI-Prinzipien, die konkrete Arbeit mit den Instrumenten des DJI oder die Implementierung des DJI-Konzepts informieren oder sich z. B. auf die Dialoghaltung von Fachkräften, die Zusammenarbeit mit Eltern, die Teamentwicklung oder die Chancen und Herausforderungen kollegialer Beratung spezialisieren.

  • Wer kann eine Konsultationskita kontaktieren?

    Konsultationskitas stehen Personen und Institutionen zur Verfügung, die sich über alltagsintegrierte sprachliche Bildung informieren wollen und wissen möchten, wie man das DJI-Konzept „Die Sprache der Jüngsten entdecken und begleiten“ im Kitaalltag umsetzen kann. Das können z. B. pädagogische Fachkräfte aus Kitas oder Beratungsstellen sein, verschiedene Einrichtungen aus der Nachbarschaft, der Elternbeirat, Fachberatungen von Kitaträgern, kommunale Netzwerke oder Vertreterinnen und Vertreter des zuständigen Bezirksausschusses.

  • Wie werden die Konsultationskitas für ihre Aufgaben qualifiziert? Welche Inhalte werden vermittelt?

    Die Qualifizierung zur Konsultationskita ist ein langfristiger Prozess, bei dem sich Theorievermittlung, Erprobung in der Praxis und Reflexionsphasen abwechseln. Im Fokus stehen alle Fachkräfte, die mit Kindern in den ersten drei Lebensjahren arbeiten.

    Die Qualifizierungseinheiten werden in den Einrichtungen von erfahrenen Weiterbildnerinnen und Weiterbildnern durchgeführt. Diese werden wiederum vom DJI zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren geschult und beim Qualifizierungsprozess beraten und gecoacht.

    Die Konsultationskitas werden in der alltagsintegrierten sprachpädagogischen Arbeit mit den Instrumenten und Methoden des DJI-Konzepts geschult. Dies beinhaltet Wissen zur kindlichen Sprachentwicklung, zu individuellen Aneignungsstrategien und Anknüpfungspunkten für sprachliche Begleitung in alltäglichen Situationen sowie zur Bedeutung des feinfühligen Dialogs für die kindliche (Sprach-)Entwicklung. Vermittelt werden auch verschiedene Methoden wie Beobachtung, Dokumentation und Reflexion mithilfe von Videoaufzeichnungen.

  • Welche Rolle haben die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren bei der Qualifizierung der Einrichtungen?

    Die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sind im Auftrag des DJI für die Qualifizierung des Einrichtungsteams verantwortlich und haben die Einrichtungen bei der Weiterentwicklung zur Konsultationskita unterstützt. Auch nach der Qualifizierung stehen sie den Einrichtungen in der Konsultationsphase beratend zur Seite.

  • Kann man die Konsultationskitas schon jetzt aufsuchen, wenn man sich über alltagsintegrierte sprachliche Bildung informieren möchte?

    Am 26.02.2013 wurden auf der Abschlussveranstaltung der ersten Qualifizierungswelle 121 Einrichtungen zu Konsultationskitas für das DJI-Konzept ernannt. Diese Konsultationskitas sind in allen Bundesländern zu finden und können ab sofort für Konsultationen angefragt werden.

    Aktuell werden in einer zweiten Welle rund 135 weitere Einrichtungen qualifiziert. Diese werden ihre Qualifizierung im Frühjahr 2014 abschließen und dann ebenfalls als Konsultationskitas tätig sein.

  • Wie finde ich eine Konsultationskita in meiner Nähe und wie kann ich diese kontaktieren? Muss ich mich im Vorfeld vorbereiten, wenn ich eine Konsultationskita ansprechen möchte?

    Auf der Standortkarte sind bundesweit alle Schwerpunkt-Kitas – inklusive der Konsultationskitas – verzeichnet. Mit einem Klick auf „Konsultationskita“ im rechten Menü können Sie die Anzeige auf Konsultationskitas beschränken, die Sie dann mit einem Klick auf ein Bundesland oder über die Suchfelder im rechten Menü nach regionalen Gesichtspunkten filtern können.

    Wir empfehlen Ihnen, sich vor der Konsultation in das Konzept des DJI einzulesen und zu überlegen, welche Aspekte bei der Konsultation im Mittelpunkt stehen sollen. Das können inhaltliche Themen sein, z. B. zu den einzelnen Prinzipien des DJI-Konzepts, aber auch methodische Fragen, z. B. zum Vorgehen bei der Videodokumentation.

  • Was passiert, wenn ich eine Konsultationskita kontaktiere?

    Beim Erstkontakt werden die Wünsche und Möglichkeiten geklärt, die Form der Konsultation, z. B. als Hospitation oder Fachnachmittag, besprochen und Termine vereinbart. In einigen Konsultationskitas besuchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter andere Kindertageseinrichtungen für Präsentationen oder kollegiale Beratung.

  • Kann ich mich als Tagespflegeperson in einer Konsultationskita informieren, wie ich sprachliche Bildung in den Betreuungsalltag integrieren kann?

    Für Tagespflegepersonen kann ein Besuch in einer Konsultationskita durchaus lohnend und erkenntnisreich sein. Schließlich kommt der alltagsintegrierten Unterstützung der sprachlichen Entwicklung von Kindern in der Kindertagespflege eine besondere Rolle zu und auch hier ist professionelles Handeln gefragt. Allerdings kann das DJI-Konzept für Kindertageseinrichtungen nicht 1:1 auf die Kindertagespflege übertragen werden, da sich einige strukturelle Rahmenbedingungen, z. B. die Zahl der betreuten Kinder, unterscheiden.

  • Geben Konsultationskitas auch praxisnahe Tipps an Eltern weiter, wie sie die Sprachentwicklung ihres Kindes zu Hause fördern können?

    Konsultationskitas unterstützen in erster Linie die Fachpraxis. Da im DJI-Konzept die Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften für eine erfolgreiche gemeinsame sprachliche Begleitung der Kinder einen wichtigen Stellenwert einnimmt, beraten Konsultationskitas auch zu diesem Aspekt. Insofern profitieren Eltern eher indirekt von einer Konsultation.

  • Ist die Konsultation kostenpflichtig?

    Nein, für Besuche in den Konsultationseinrichtungen entstehen keine Kosten.

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Die Zusammenarbeit mit Eltern nimmt in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung eine bedeutsame Rolle ein.


[http://www.vorteil-kinderbetreuung.de/allgemein/dok/6.php] - 10.07.2014
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