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Erzieherinnen und Erzieher
Anforderungen im Wandel
Familienstrukturen verändern sich und erfordern bessere Angebote für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Diese Veränderungen führen unter anderem zu einer verstärkten Nachfrage nach flexibler Kinderbetreuung, besonders für Kinder unter drei Jahren. Neue Erkenntnisse zum Thema frühkindliche Bildung haben eine gesellschaftliche und fachliche Diskussion rund um die Qualität der Kinderbetreuung ausgelöst. Außerdem zieht der große Anteil an sozial benachteiligten Kindern sowie Kindern mit Migrationshintergrund stetig steigende Anforderungen in Bezug auf Sprachförderung, Bildungsarbeit und Integrationsförderung nach sich. Da Erzieherinnen und Erzieher heute verstärkt auch administrative Aufgaben übernehmen, gewinnt ihre Qualifizierung vor dem dargestellten Hintergrund immer mehr an Bedeutung.Diese veränderte Funktion pädagogischer Fachkräfte bezogen auf die Förderung frühkindlicher Bildung ist daher inzwischen bundesweit in den Vordergrund getreten. Sie führt zu einer umfassenden Aufgabenveränderung, deren Ausrichtung sich von der „Angebotspädagogik“ zur „kindorientierten Pädagogik“ wandelt.
Durch die neuen Herausforderungen gestaltet sich das Berufsbild der Erzieherinnen und Erzieher komplexer und anspruchsvoller als noch vor einigen Jahren. Auch im internationalen Vergleich ergeben sich weitere Handlungsfelder. Somit erweitert sich parallel zur Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern auch der Bedarf an Fort- und Weiterbildung.


