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Kinderbetreuung in Deutschland
Qualifiziertes Personal: Wer betreut Ihr Kind?
Erzieherinnen/Erzieher in Kindertageseinrichtungen haben eine zweijährige Ausbildung an einem sozialpädagogischen Berufskolleg oder ein einjähriges Praktikum absolviert. Daran schließt eine mindestens dreijährige Ausbildung an einer Fachschule oder einer Fachakademie für Sozialpädagogik an. Dieser Teil der Ausbildung schließt weitere Praxisphasen in den verschiedenen Schwerpunkten mit ein und wird durch die jeweilige Fachschule unterstützend begleitet. Somit dauert die Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin/ zum staatlich anerkannten Erzieher insgesamt zwischen vier und fünf Jahre. Die Breitbandausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher umfasst verschiedene Arbeitsgebiete. Einen wichtigen Schwerpunkt bildet die Arbeit in Tageseinrichtungen für Kinder. Erzieherinnen und Erzieher betreuen, erziehen und bilden (Klein-) Kinder. Sie unterstützen und beraten deren Familien in unterschiedlichen sozialen Lebenslagen. Erzieher/innen beobachten das Verhalten und Befinden der ihnen anvertrauten Kinder. Sie analysieren ihre Beobachtungen nach pädagogischen Grundsätzen und beurteilen den Entwicklungsstand, die Motivation sowie das Sozialverhalten der Kinder. Auf dieser Grundlage erstellen sie langfristige Erziehungspläne und bereiten pädagogische Maßnahmen vor, die z. B. das soziale Verhalten oder die individuelle Entwicklung der Kinder fördern. Der enge Kontakt zu Eltern und anderen Erziehungsberechtigten sowie der Austausch über Ziele und Inhalte der pädagogischen Arbeit dienen der Unterstützung von Bildungsprozessen der Kinder.
Heilerziehungspflegerinnen/Heilerziehungspfleger haben eine
zweijährige schulische Ausbildung und anschließend ein praktisches Anerkennungsjahr absolviert.
Einige Bundesländer bieten die Ausbildung auch in praxisintegrierter dreijähriger Form an: Hier
wechseln sich der Unterricht in der Fachschule und die praktische Ausbildung in der Praktikumsstelle ab.
Inhalte der Ausbildung sind Elemente aus der Erziehung, Pädagogik, Psychologie, Krankenpflege,
Logopädie, Medizin und der Gesundheits-, Musik- und Gestaltungserziehung sowie aus der Psychomotorik.
Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger sind für die pädagogische und pflegerische
Begleitung von Kindern mit körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung ausgebildet. Sie
fördern und unterstützen das individuelle Leistungsvermögen und die Eigenständigkeit der
Kinder, damit diese ihr Leben so selbstständig wie möglich führen können.
Sozialpädagogische Assistentin/Sozialpädagogischer Assistent bzw.
Kinderpflege-rin/Kinderpfleger sind landesrechtlich geregelte schulische Ausbildungen an
Berufsfachschulen und Berufskollegs, die teilweise auch an anderen Bildungseinrichtungen angeboten werden. Je
nach Bundesland führt die Ausbildung zu unterschiedlichen Abschlussbezeichnungen. Die Ausbildung dauert
jeweils zwei Jahre und beinhaltet Praktika in Kindertageseinrichtungen, Kinderkrankenhäusern oder
Jugendeinrichtungen. Kinderpflegerinnen und -pfleger betreuen und versorgen Kinder. Sie ergänzen oder
ersetzen zeitlich begrenzt die Eltern und arbeiten eng mit anderen sozialpädagogischen Fachkräften
wie Erzieherinnen und Erziehern, beispielsweise in Kindertages-einrichtungen, zusammen.
Dipl. Sozialpädagoginnen/Sozialpädagogen bzw. Dipl. Pädagoginnen/Pädagogen haben ein mindestens dreijähriges (FH) bzw. vierjähriges (Uni) Studium mit unterschiedlichen Schwerpunkten absolviert. Zu den Themen gehören unter anderem: wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern, historische und gegenwärtige Entwicklungen elementar- und familienpädagogischer Institutionen sowie Grundlagen und Methoden der Qualitätssicherung und Evaluation. Ergänzend zum Studium ist ein mindestens halbjähriges Berufspraktikum obligatorisch.


